17 „Der Sandmann“ Psychoanalytische Interpretationen zu einer Aufführung im Kieler Schauspielhaus
17 „Der Sandmann“ Psychoanalytische Interpretationen zu einer Aufführung im Kieler Schauspielhaus
Sabine Grosch-Kumbier, Horst Kämpfer, Maria Klauk, Volker Trempler, Martin Weimer
Sa, 06.06.26, 10:00-13:15 Uhr
Form: Präsenz im JRI (2 DStd., TB7)
Für: AWT JRI/APH/PSIB, Institutsmitglieder & Gasthörende
Sigmund Freud hat in seinem Essay „Das Unheimliche“ (1919) E. T. A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“ als ein Beispiel für seine psychoanalytische Theorie des „Unheimlichen“ interpretiert. Hoffmanns Erzählung und Freuds Deutung sind, besonders in den letzten Jahren, in der Literaturwissenschaft ebenso wie in der Psychoanalyse vielfach weiter untersucht worden. „Das Unheimliche“ lässt niemanden los, mäandert selbst in dessen Deutungen mit hinein. Wir wollen in unserem Seminar darüber nachdenken, wie wir alle (die Seminarteilnehmer:innen und die Dozent:innen) uns in die eigentümliche Faszinationsgeschichte dieses Stoffes während der Aufführung haben verführen lassen und was wir tags darauf nachträglich darüber psychoanalytisch denken können. Zur Seminarteilnahme gehört also neben der Lektüre des „Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann der Besuch der Aufführung des Stückes im Schauspielhaus am Freitagabend (5.6.2026, 20.00 Uhr) als Grundlage für das Seminar am Samstagvormittag danach.
Die Arbeitsgruppe „Psychoanalyse und Theater“ möchte mit diesem Seminar ihr 50. Nach(t)gespräch von Aufführungen der Kieler Bühnen feiern.
Literatur: E. T. A. Hoffmann, Der Sandmann, Reclam, 2018. (Bib)
